Nachtkerzenöl lässt die Haut beruhigen.

Nachtkerze – Oenothera biennis – hat gelbe Blüten.

Es ist ein natürlicher Wirkstoff, der in Kosmetik und Naturmedizin Verwendung findet. Gewonnen wird das Nachtkerzenöl aus den Samen der Gemeinen Nachtkerze (Oenothera biennis), einer aus Nordamerika stammenden Pflanze, die heute in ganz Europa verbreitet ist. Bereits die nordamerikanischen Indianer verwendeten die Nachtkerze als Heilpflanze.

Nachtkerzenöl enthält neben Aminosäuren, Mineralien und Vitamin E besonders viel Gamma-Linolensäure, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, die für den menschlichen Organismus von essentieller Bedeutung ist.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wie die Gamma-Linolensäure sind am Aufbau der Zellmembranen beteiligt und regulieren den Stoffwechsel und die Zellfunktionen. Gamma-Linolensäure wirkt auch ausgleichend auf den Hormonhaushalt und unterstützt das Immunsystem und die Wundheilung. Allgemein wirkt Nachtkerzenöl positiv auf entzündliche Prozesse im Körper.

Ein Mangel an Gamma-Linolensäure kann sich durch Hautprobleme, hormonelle Störungen, Übergewicht und Stress bemerkbar machen. Bei vielen Menschen ist die körpereigene Bildung von Gamma-Linolensäure gestört. Doch auch Alter, Stress, Alkohol und falsche Ernährung können einen erhöhten Bedarf an Gamma-Linolensäure verursachen.

Innerlich oder äußerlich angewendet können Präparate mit Nachtkerzenöl bei einer ganzen Reihe von Erkrankungen und Beschwerden helfen.

Aufgrund seiner östrogenähnlichen Wirkung wirkt Nachtkerzenöl positiv auf den weiblichen Hormonhaushalt, lindert Wechseljahrsbeschwerden und PMS-Symptome und wird zur unterstützenden Behandlung von Unfruchtbarkeit eingesetzt. Ebenso hilft Nachtkerzenöl gegen erhöhten Cholesterinspiegel und führt zur Senkung von Blutdruck und Blutfett. Diabetische Neuropathie, Stress und Nervosität und die unterstützende Behandlung von Hämorrhoiden sind nur einige andere Einsatzgebiete.

Besondere Bedeutung kommt dem Nachtkerzenöl jedoch in der medizinischen und kosmetischen Hautpflege zu. Hier wirkt es positiv auf nahezu jedes Hautproblem.

Bei Neurodermitis etwa fehlt dem menschlichen Stoffwechsel das Enzym, das Linolensäure zu Gamma-Linolensäure umwandelt. Trockene Haut und Neigung zu Ekzemen sind die Folge. Innerlich eingenommen oder in Cremes verarbeitet kann Nachtkerzenöl neurodermitische Symptome wie Juckreiz, Schuppung oder Rötung nachhaltig bessern und lindern.

Allgemein hilft Nachtkerzenöl gegen trockene, raue und schuppige Haut. Es reguliert den Zellstoffwechsel, beugt dem Feuchtigkeitsverlust vor und gibt der Haut Elastizität. So kann es auch den Hautalterungsprozess verlangsamen. Bei Akne oder fettiger und zu Unreinheiten neigender Haut reguliert Nachtkerzenöl die Talgproduktion. Auch zur unterstützenden Behandlung von Allergien wird Nachtkerzenöl eingesetzt und stellt das natürliche Gleichgewicht der Haut wieder her.

Insbesondere zur Hautpflege wird Nachtkerzenöl äußerlich angewandt. Entweder wird es anderen Pflanzenölen zugesetzt oder in Cremes verarbeitet. Hier erwies sich ein Wirkstoffkomplex aus Nachtkerzenöl und hochangereichertem Phosphatidylcholin (Lecithin) in Nanopartikel-Dispersion als besonders wirksam. Durch die Einkapselung in Nanopartikel bleibt die Wirksamkeit des empfindlichen und schwer zu verarbeitenden Nachtkerzenöls lange erhalten. Auch wird ein optimaler Transport in die Haut gewährleistet.

Grundsätzlich sollten nachtkerzenölhaltige Präparate nie in der Sonne verwendet und am besten erst abends appliziert werden, da die Aktivität von Nachtkerzenöl lichtabhängig ist.

Da die Wirkung von Nachtkerzenöl erst langsam eintritt, muss es, ob innerlich oder äußerlich, immer über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Auf eine angepasste milde Gesichtsreinigung und Körperreinigung ist deutlich hinzuweisen.