Wachse

Wachse

Ein weiterer Fettlieferant sind Wachse. Bei Raumtemperatur (Ausnahme: Jojobaöl) ist ihr Zustand fest und sie haben eine stark temperaturabhängige Konsistenz. Auch hier gibt es tierische und pflanzliche Wachse, künstlich hergestellt und aus der Erdöl verarbeitenden Industrie (Ozokerit und Ceresin). Für die Haut kommen hauptsächlich pflanzliche Wachse in Betracht. Die festere Konsistenz der Wachse und ihr natürlicher Sterin-Gehalt (tierische Sterine oder pflanzliche Phytosterine) und das damit verbundene Wasseraufnahmevermögen führten schon frühzeitig zur Entwicklung von wasserhaltigen, sogenannten Cold-Creams. Sie führen durch das Verdunsten des Wassers zu einem Kühleffekt auf der Haut. Typische Fettgrundlagen für diese Art der Cremet sind Bienenwachs und Wollwachs. Sie sind unkonserviert nicht lange haltbar.
Ein heute in Hautpflegecremes sehr häufig verwendetes Wachs ist die phytosterinhaltige Sheabutter. Ein synthetisches Wachs ist z.B. das Cetylpalmitat.
In Lippenstiften findet man Carnaubawachs, das sich durch einen hohen Schmelzpunkt auszeichnet. Wachse werden vielfach mit Ölen abgemischt, um sie flüssiger und anwendungsfreundlicher für die Kosmetik zu machen. Umgekehrt kann die Konsistenz sehr flüssiger Öle mit Wachsen erhöht werden.



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