Melanozyten

Pigmentzellen

Melanozyten oder Pigmentzellen sind die Zellen, die sich in der untersten Schicht der Oberhaut befinden. Sie sind es, die den für die Bräunung der Haut verantwortlichen Farbstoff - das Pigment Melanin - bilden. Je größer die Aktivität dieser Pigmentzellen ist, desto brauner wird die Haut bei Sonneneinstrahlung. Die Anzahl der in der Haut vorhandenen Melanozyten ist dagegen nicht ausschlaggebend für die Hautfarbe, sondern nur deren Fähigkeit, Melanin zu produzieren. Es ist also die unterschiedliche Melaninsynthese, die für die verschiedenen Hautfarben verantwortlich ist.

Die Melanozyten erfüllen durch die Bräunung der Haut eine Schutzfunktion. Sie sorgen dafür, dass die gefährlichen UV-Strahlen der Sonne nicht in tiefere Hautschichten vordringen können. Je stärker die UV-Strahlung ist, desto mehr Pigmente werden gebildet. Bei einer zu starken Sonnenbestrahlung können die Melanozyten allerdings auch so geschädigt werden, dass sie nicht nur ihre Schutzfunktionen nicht mehr erfüllen, sondern sich sogar in Tumorzellen verwandeln können.

Eine Fehlfunktion der Melanozyten scheint auch die Ursache der bekannten Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) zu sein, unter der rund 2 Prozent der Weltbevölkerung leiden. Bei dieser Hauterkrankung treten auf der Haut weiße Flecken auf, die vor allem im Gesicht zu einer großen psychischen Belastung für die Betroffenen werden können. Die Mediziner sind sich noch nicht einig darüber, ob es sich um eine Fehlfunktion der Melanozyten aufgrund zu hoher Sonneneinstrahlung handelt, oder ob vielleicht eine Fehlfunktion des Immunsystems vorliegt, das die Melanozyten zerstört. Auf jeden Fall kann an den betroffenen Körperstellen kein Pigment mehr gebildet werden, so dass es wesentlich schneller zu einem Sonnenbrand kommen kann.



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