Epidermis
Oberhaut
Die Epidermis oder auch Oberhaut, lässt sich in fünf unterschiedliche Schichten unterteilen, wobei die oberen drei Schichten aus abgestorbenen und verhornten Zellen bestehen. Alle Zellschichten der Epidermis, die übrigens keine Blutgefäße besitzt, sind durch Desmosomen miteinander verbunden. Desmosomen sind so etwas wie Haftzonen.
Die Dicke der Epidermis beträgt 0,03 bis 4 mm, wobei die Dicke nicht nur vom Alter, sondern auch vom Geschlecht abhängt. Bei Männern ist die Epidermis normalerweise rund 60 Prozent dicker als bei Frauen. Die Hauptbestandteile der Epidermis sind Keratinozyten (Hornzellen), Melanozyten (Pigmentzellen), Langerhans-Zellen (Zellen des Immunsystems) und Nervenfasern.
Die fünf Schichten der Epidermis:
- Die Hornschicht (Stratum Corneum) ist die äußerste Hautschicht und die Grenze zur Außenwelt.
- Die Glanzschicht (Stratum Lucidum) wird auch Zwischenzone genannt, da diese schmale Schicht die Verbindung zwischen der Hornschicht und der Körnerzellschicht herstellt. Ihren Namen verdankt sie der Tatsache, dass sie stark lichtbrechend ist.
- Die Körnerzellschicht (Stratum Granulosum) heißt so, weil diese Hautschicht, in der die Verhornung der Zellen beginnt, körnig aussieht.
- Die Stachelzellschicht (Stratum Spinosum), die aus lebenden Zellen besteht, sorgt zusammen mit der Basalschicht für Nachschub für die Körnerschicht, die Glanzschicht und die Hornschicht. Im Stratum Spinosum wird auch das Pigment Melanin produziert, das als UV-Schutz fungiert.
- Die Basal- oder Regenerationsschicht (Stratum Basale) sorgt durch Zellteilung für die fortwährende Neubildung von Keratinozyten, die innerhalb von 28 Tagen zur Hornschicht wandern.

