Glykation und Hautalterung

Warum Zucker die Hautalterung beschleunigt

Das unsere Haut mit zunehmendem Alter an Elastizität verliert und sich Falten bilden, ist leider nicht zu ändern. Aber wir können viel dazu beitragen, dass die Haut nicht vor der Zeit altert – nämlich durch den Verzicht auf den übermäßigen Verzehr von Zucker. Zwischen Zucker und der Hautalterung besteht nämlich ein direkter Zusammenhang.

Zucker ist nicht nur schädlich für die Zähne, sondern auch für die Haut. Zuviel Zucker lässt den Insulinspiegel im Organismus stark ansteigen, was zu einer erhöhten Konzentration von Zucker im Blut führt. Das wiederum hat schädliche Auswirkungen auf das Bindegewebe, da die kollagenen Fasern verkleben. Zucker reagiert nämlich mit Proteinen und anderen Molekülen und bildet Querverbindungen. In der Folge wird die Haut unelastisch, und es entstehen Falten und Risse im Bindegewebe. Diese sogenannte Glykation (Verzuckerung der Gewebefasern – nicht nur in der Haut, sondern im ganzen Körper!), bei der die Kollagenfasern verhärten, ist die Hauptursache für die Bildung von Falten und den Verlust der Haut an Elastizität. Die Funktion der Zellen wird gestört und das hauteigene Reparatursystem ebenfalls.
Diese Art Karamellisierung aus Zucker und körpereigenen Eiweißen heißen AGEs - Advanced Glycation Endproducts. Diese bilden sperrige Netze, die sich in den Blutgefäßen ablagern und so eine Verkalkung begünstigen können. Im Bindegewebe können sie die Faltenbildung verstärken.
Ein hoher Insulinspiegel beschleunigt aber nicht nur die Zellalterung, sondern er setzt auch Entzündungskaskaden in den Zellen in Gang. Denn einige der Stoffe, die beim Abbau von Kollagen entstehen, haben die Eigenschaft, entzündungsauslösend zu sein. Ältere Haut kann sich unter Umständen in einem Zustand chronischer Entzündung befinden, was nicht nur zu Juckreiz und Ekzeme führen kann, sondern auch die Hautalterung beschleunigt.

Man kann die natürliche und unvermeidliche Hautalterung zum Teil dadurch aufhalten bzw. verlangsamen, dass man darauf achtet, möglichst wenig Zucker zu sich zu nehmen. Auch sollte man Lebensmittel wählen, die einen niedrigen glykämischen Index haben – also solche, nach deren Verzehr der Körper nur wenig Insulin ausschüttet. Während zum Beispiel Obst und Gemüse einen niedrigen glykämischen Index haben, ist er bei Weißbrot, Kuchen, Nudeln und Fruchtsäften sehr hoch.


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26.01.2012

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