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Phytohormone

Hormone im Körper und Phytohormone

Hormone sind die winzigen Botenstoffe in unserem Körper. Sie sind für viele lebenswichtige Vorgänge zuständig und wirken u.a. auf unsere Gesundheit und Fitness, unsere seelische Verfassung und unser äußeres Erscheinungsbild. Einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben auch die Sexualhormone. Besonders Frauen leiden während der Menopause unter den Schwankungen ihrer Hormonkonzentration. Am Beginn der Wechseljahre steht der sinkende Progesteronspiegel und erst später kommen die Probleme des Östrogenmangels dazu.

In Pflanzen kommen fast 30.000 verschiedene Substanzen vor, die als Schutz- und Farbstoffe sowie als Wachstumsregulatoren wirken. Ca. 5.000 davon haben auch für den menschlichen Organismus eine Bedeutung: Sie sind hormonähnlich und haben kaum unerwünschte Nebenwirkungen. Immer mehr wissenschaftliche Studien decken ihre vielen schützenden und vor allem auch regulierenden Wirkungen auf. Gerade im Bereich der Geschlechtshormone und deren Mangelerscheinungen lassen sich mit Phytohormonen spürbare und dennoch sanfte Wirkungen erzielen. Die wichtigsten Phytohormone sind:

Phytoöstrogene

Phytoöstrogene wirken wie die vom menschlichen Organismus produzierten körpereigenen Östrogene. Sie werden drei Strukturklassen zugeordnet: den Isoflavonen, den Lignanen und den Coumestanen. Aus der ersten Gruppe sind Genistein und Daidzin am wichtigsten. Natürlich am höchsten dosiert kommen sie in Sojabohnen vor. In asiatischen Ländern konsumieren Frauen traditionell regelmäßig Sojaprodukte wie Tofu und Sojamilch und schützen sich so seit Jahrhunderten vor hormonellen Mangelerscheinungen, die durch die Wechseljahre hervorgerufen werden.

Die Lignane sind weiter verbreitet und vor allem in ballaststoffreichen Getreideprodukten zu finden. Leinsamen und Kürbiskerne weisen dabei die höchste Konzentration auf. Wer sich über die Nahrung mit zusätzlichen Phytoöstrogenen versorgen möchte, sollte viele Getreideprodukte, Gemüse und eine insgesamt ballaststoffreiche Kost zu sich nehmen.

Weitere wichtige Östrogenlieferanten sind Hopfen, Rotklee und die Traubensilberkerze.

 

Phytoöstrogene in unserer Nahrung:

Menge in mg je 100 g Nahrungsmittel

Sojabohnen (gekocht) 129,4 Leinsamen 68-81 Sojamehl 65,6
Tofu 25,7 Sojamilch 5,4 gekocht Alfalfasprossen 5,1
Linsen, gekocht 1,8 Kichererbsen, getrocknet 1,5 getr. Haferkleie 0,7
Weizen 0,5    

Phytogestagene

Progesteron liefern vor allem Mönchspfeffer, Leinöl und Yams. Das darin enthaltene Diosgenin – eine Vorstufe des weiblichen Progesterons – unterstützt die Hormontätigkeit ohne Nebenwirkungen. Daneben stimuliert es die Bildung von DHEA – dem Vorläuferhormon von Testosteron und Östrogen in den Drüsen der Nebennieren, welches den Alterungsprozess verlangsamt.

Phytoandrogene

Haferbrei

zum Frühstück, gibt besonders viel Antrieb.

Diese dem männlichen Hormon Testosteron sehr ähnlichen pflanzlichen Wirkstoffe kommen am stärksten konzentriert in Ginseng und Hafer vor. Die durch Ginseng und z.B. Haferflocken erhöhte Testosteronkonzentration bewirkt auch eine allgemeine Steigerung der Leistungsfähigkeit. Die körpereigene Testosteronproduktion ist dabei sehr abhängig vom Zinkspiegel im Körper und lässt sich durch eine zusätzliche Zinkaufnahme erhöhen. In kosmetischen Produkten verarbeitet fördern Phytoandrogene eine festere und straffere Haut.

 

Phyto-Antiandrogene

Diese pflanzlichen Wirkstoffe vermindern die Wirkung von männlichen Geschlechtshormonen im Körper. Entweder indem sie die Testosteronproduktion hemmen (Sabelfrucht, Lakritz) oder indem Sie die Konzentration von weiblichen Sexualhormonen stimulieren (Soja, Rotklee und Hopfen).

Regen die Bildung von Wachstumshormone an:


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14.02.2010