Schleimstoffe
Schleimstoffe
Schleimstoffe sind sogenannte Biopolymere, die vor allem aus Polysacchariden (Vielfachzuckern) bestehen und sich dadurch auszeichnen, mit Wasser schleimartige, fadenziehende Verbindungen einzugehen, die in pflanzlichen und tierischen Organismen meist schützende Funktionen übernehmen. Es gibt menschliche und tierische Schleimstoffe, diese finden sich im Organismus im Magensaft, im Speichel und auf den Schleimhäuten, aber auch als Bestandteil von Knorpeln, Haut und Bindegewebe.
Pflanzliche Schleimstoffe, auch Schleimdrogen genannt, finden sich zum Beispiel in Getreidekörnern, Leinsamen, Algen und Aloe vera. Doch auch viele Heilpflanzen wie Eibisch, Huflattich, Lindenblüte, Malve, Spitzwegerich und Isländisches Moos zeichnen sich durch Schleimbildung aus und werden aufgrund dieser Eigenschaft in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) genutzt. Sie wirken entzündungshemmend und lindern Atemwegs- und Erkältungserkrankungen sowie Reizhusten, indem sie sich als schützende Schicht um die Schleimhäute legen.
Auch in der Hautpflege spielen natürlich Schleimstoffe als Hauptbestandteil von Kolloiden und Gelen eine wichtige Rolle. Sie wirken effektiv glättend und feuchtigkeitsbewahrend. Wie ein unsichtbarer Film schützen sie die Haut vor Umwelteinflüssen und reduzieren den transepidermalen Wasserverlust. Zu den kosmetisch wichtigsten Schleimstoffen gehören Aloe vera, Algen, Hyaluronsäure und Glucane. Aloe- und Algen-Extrakte wirken wasserbindend und antientzündlich. Hyaluronsäure und Glucane integrieren sich hervorragend in die natürliche Hautphysiologie und verbinden sich mit den hauteigenen Ceramiden und Proteinen. Sie bilden einen kaum spürbaren Film, ohne die Haut abzudichten oder glänzen zu lassen, mindern Trockenheitsfältchen und führen nach dem Auftragen zu einer leichten oberflächlichen Hautstraffung.