Keloid
Keloid - Hautwucherung/verstärktes Narbenwachstum
Ein Keloid ist eine gutartige Wucherung der Haut, die bei bestimmter genetischer Veranlagung spontan auftreten kann, meistens aber als überschießendes Narbenwachstum zu beobachten ist, also nach Verletzungen auftritt.
Keloide zählen zu den gutartigen Tumoren, stellen aber manchmal nicht nur ein großes kosmetisches Problem dar, sondern können in Einzelfällen auch zu Beeinträchtigungen des Bewegungsapparates führen, wenn die Narben ein Gelenk umschließen.
Die roten Hautwülste bleiben oft nicht auf das Gebiet der Narben beschränkt, sondern können auch große Hautflächen befallen. Oft entstehen Keloide aus Pockennarben, Aknenarben oder aus Narben, die von Operationen herrühren.
Es ist nicht leicht, diese gutartige Bindegewebsvermehrung zu therapieren. Versucht man, die Keloide operativ zu entfernen, besteht die Gefahr einer erneuten und oft noch verstärkten Narbenwucherung, vor allem bei jungen Menschen. Ein durch die Operation ausgelöster Reiz bedingt die erneute Bildung des Keloids. Man versucht, durch vorherige Injektionen diesen Reiz zu unterdrücken, allerdings gelingt das nur bei etwa 70 Prozent der Patienten.
Die Gefahr einer erneuten Bildung von Keloiden wird verringert durch das Anlegen von Druckverbänden, durch Röntgen-Bestrahlung der Narben, so wie durch eine Vereisung. Aber auch die Patienten selber können etwas tun, um einer Narbenwucherung vorzubeugen. So sollten sie die betroffenen Stellen regelmäßig massieren, und dazu entweder ein gutes Hautöl verwenden, oder spezielle Cortison-Salben.