Basilikum und Oregano

Beta-Caryophyllen

Salat mir Oregano

Was wären die Tomaten ohne den Basilikum, die Pizza ohne den Oregano oder der Milchreis ohne den Zimt? Tatsächlich erfreuen diese und andere Gewürze nicht nur den Gaumen, neuere Studien weisen auch auf einen gesundheitsförderlichen Aspekt dieser kulinarischen Köstlichkeiten hin. Beta-Caryophyllen heißt die Substanz, die sich durch eine entzündungshemmende Wirkung auszeichnet. Das Terpen, das sich in ätherischen Ölen findet, ist unter anderem reichlich enthalten in Gewürznelken, Basilikum, Oregano, Zimt, Kümmel, Rosmarin und Pfeffer.
Beta-Caryophyllen ist ein sogenanntes CB2-Cannabinoid und kann damit an bestimmte Rezeptoren des körpereigenen Endocannabinoid-Systems (die sogenannten CNR2-Rezeptoren) andocken und dadurch die Ausschüttung entzündungsauslösender Botenstoffe hemmen. Anders als das Marihuana der Hanfpflanze, das ebenfalls an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems andockt, wirkt Beta- Caryophyllen aber nicht halluzinogen. Da sich CNR2-Rezeptoren vor allem auf Zellen finden, die am Immunsystem und am Knochenaufbau beteiligt sind, könnte Beta-Caryophyllen auch im Zusammenhang mit Krankheiten wie Allergien und Osteoporose interessant sein. Ob und wie die Substanz zum Einsatz in der klinischen Pharmakologie kommen wird, wird sich zeigen. Ein bisschen mehr Basilikum und Oregano auf der nächsten Pizza schaden allerdings bestimmt nicht.

 



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