Schuppenschicht

Die Schuppenschicht (Cuticula) des Haares

Die Schuppenschicht (Cuticula) ist die äußere Schicht des Haares und besteht aus 8 bis 10 übereinander liegenden Schichten, die dachziegelartig strukturiert sind. Diese Schuppenlagen, die aus flachen verhornten Zellen bestehen, sind sehr dünn, so dass die Farbpigmente des Haars hindurchschimmern können. Die einzelnen Schuppenlagen liegen sehr dicht übereinander, so dass sie das Haar quasi zusammenhalten und es vor äußeren Einflüssen schützen.

Ist die Cuticula intakt und liegt die Schuppenschicht flach an, haben die Haare eine glatte Oberfläche, die das Licht gut reflektiert. Das hat zur Folge, dass die Haare glänzen, sich geschmeidig anfühlen und gepflegt aussehen.
Durch bestimmte äußere und innere Einflüsse kann es allerdings auch zu Schädigungen dieser Schuppenschicht kommen mit dem Resultat, dass die Haare stumpf und glanzlos werden, sich statisch aufladen, verfilzen, sich verhaken, splissen und leicht brechen. In geschädigten Haaren wird die Schuppenschicht zum Teil abgebaut, wodurch deren Schutzfunktion sich verringert. Gründe dafür können Ernährungsfehler, Östrogenmangel oder die Folgen einer Chemotherapie sein. Weit häufiger aber sind äußere Einflüsse daran schuld, dass die Haare struppig und ungepflegt aussehen: Toupieren, Verwenden von Lockenwicklern, übermäßiges Kämmen der Haare, Salzwasser und chlorhaltiges Wasser, Färben, Bleichen, Dauerwellen, zu viel UV-Licht und zu große Hitze beim Fönen oder unter der Trockenhaube. Durch all diese äußeren Einflüsse können die chemischen Bindungen in der Haarstruktur zusammenbrechen.
Gerade in nassem Zustand sind die Haare besonders empfindlich, da durch die Nässe die Schuppenschicht aufquillt und das Haarinnere freiliegt.

Eine intakte Schuppenschicht der Haare ist also unerlässlich dafür, dass die Haare glänzen, elastisch bleiben und gepflegt aussehen.


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