Infundibulum

Infundibulum

Der Begriff Infundibulum leitet sich aus dem lateinischen Wort für Trichter her. In der Anatomie allgemein bezeichnet man damit trichterförmige Strukturen. In Bezug auf die Haare meint man mit Infundibulum die oberste Erweiterung des Haarfollikels. Es handelt sich dabei um den distalsten (distal = von der Körpermitte weit entfernt gelegen) Teil des Follikels, und zwar einschließlich des Haarkanal und der äußeren Haarwurzelscheide. Das Infundibulum befindet sich zwischen der Stelle, wo die Talgdrüse in den Follikelkanal einmündet und dem Follikelostium (Follikelostium = sich zur Hautoberfläche hin öffnender Haarfollikel).
Die innere Haarwurzelscheide ist ab der Höhe des Talgdrüsenausgangs nicht mehr vorhanden. Der Haarkanal wird von hier ab von der äußeren Haarwurzelscheide ausgekleidet, die verhornt und epithealisiert ist (Epithelgewebe : enger Zellverband, der alle inneren und äußeren Körperoberflächen bedeckt, eine Bezeichnung für alle Formen von Deck- oder Drüsengewebe). Im Haarkanal befindet sich ein keratiniserter (Keratin = Hornsubstanz) Haarschaft, der von den verschiedensten Mikroben besiedelt ist. Ein gestörtes Zusammenspiel zwischen dieser mikrobiellen Besiedelung und der Reaktion des Organismus darauf, kann zu entzündlichen Erkrankungen des Haarkanals führen.

 


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