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graue Haare

Warum wir graue Haare bekommen

Amerikanische und deutsche Wissenschaftler haben ein altes Rätsel gelöst – nämlich, warum unsere Haare grau werden. Verantwortlich für den Verlust der natürlichen Haarfarbe ist ein Zuviel an Wasserstoffperoxid, das unser Organismus mit zunehmendem Alter nur noch ungenügend aufspalten kann.

Die biochemischen Vorgänge beim Ergrauen der Haare

Beim Stoffwechsel im menschlichen Körper entsteht immer eine kleine Menge Wasserstoffperoxid. Das ist übrigens genau der Stoff, den Friseure zum Bleichen der Haare verwenden! Wasserstoffperoxid hat die Eigenschaft, das Enzym Tyrosinase angreifen zu können. Genau dieses Enzym ist es aber, welches dafür zuständig ist, dass Melanin gebildet wird. Melanin wiederum ist ein Haarpigment, das unseren Haaren ihre natürliche Färbung verleiht. Ist das Enzym Tyrosinase so angegriffen, dass es kein Melanin mehr bilden kann, fangen unsere Haare an zu ergrauen, bzw. ganz weiß zu werden.

Welche Rolle spielt das Alter beim Grauwerden der

Voll ergraute Haare

können mit der Elektro-Epilation erfolgreich und permanent entfernt werden.

In der Jugend hat unser Körper keine Schwierigkeiten damit, Wasserstoffperoxid sehr schnell in Wasserstoff und Sauerstoff aufzuspalten. Das ändert sich aber mit zunehmendem Alter. Dann nämlich verliert der Körper immer mehr die Fähigkeit, das Enzym Katalase zu produzieren, dass für diesen Aufspaltungsvorgang unbedingt notwendig ist.
Wie man an der Universität Mainz herausgefunden hat, führt die immer höhere Wasserstoffperoxidkonzentration im Körper aber nicht nur zu einer eingeschränkten Produktion von Melanin, sondern auch dazu, dass noch weitere Enzyme zerstört werden. Die beschädigten Proteinbausteine können in der Folge nicht mehr repariert werden, und das Resultat ist die allmähliche Ergrauung der Haare.

Die Wissenschaftler um Karin Schallreuter von der University of Bradford und Karl Decker vom Mainzer Institut für Biophysik hoffen nun, dass sie mit ihren neuen Erkenntnissen auch bald eine Therapie gegen das Ergrauen der Haare finden werden. Aber nicht nur das: Melanin ist auch an bestimmten Hautkrankheiten wie der Pigmentstörung Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) beteiligt. Auch für dieses Problem könnte es bald eine Lösung geben.