Kutanes Immunsystem
Funktion und Bedeutung des kutanen Immunsystems
Unsere Haut ist nicht nur eine Schutzhülle, die uns vor negativen Umwelteinflüssen bewahrt, sondern darüber hinaus auch ein Immunorgan, das nicht weniger wichtig ist als Thymus und Lymphknoten. Man spricht in diesem Zusammenhang vom kutanen Immunsystem, wobei „kutan“ (lat.: cutis : Haut, Leder) übersetzt bedeutet: „zur Haut gehörend“.
Die Haut baut eine mechanische Barriere gegen Viren, Pilze und Bakterien auf und verhindert so, dass sich Krankheitserreger im Körper ausbreiten und vermehren können. Das ist zumindest im Idealfall so, wenn die Haut frei ist von Verletzungen, Schädigungen und in einem optimalen Pflegezustand sich befindet. Schon kleinste Verletzungen aber machen die Haut zugänglich für Krankheitserreger und allen Substanzen aus der Umwelt, auch z.B. chem. Konservierern und Parfümen aus Ihrer Kosmetik. Sind diese Erreger oder Fremdstoffe erst einmal unter ihrer Haut, lösen sie eine Abwehrreaktion des Körpers aus. Das geschieht durch das kutane Immunsystem mit seiner Vielzahl von Zellen und Strukturen.
Die Komponenten des kutanen Immunsystems
Die wichtigste Aufgabe der immun assoziierten Hautzellen ist es, in die Haut eingedrungene Antigene aufzuspüren und zu vernichten. Aber auch die Suche und die Eliminierung von Neoantigenen, die durch die Schädigung der Haut im Integument selbst entstanden sind, zählen zu ihren Aufgaben. Die Immunreaktionen können nicht im Integument (Integument = Haut, äußere Hülle) direkt erfolgen, da die Haut kein eigenes lymphatisches Gewebe besitzt. Dafür aber besitzt sie zwei Typen von Abwehrzellen – die Keratinozyten und die Langerhans-Zellen.
Die Langerhans-Zellen stammen aus dem Knochenmark, die in die Haut eingewandert sind. Sie sind Immunzellen, die Immunantworten gegen Bakterien, Viren und Tumorantigene auslösen können. Die Langerhans-Zellen befördern die Antigene über die Lymphbahnen in die regionalen Lymphknoten, wo dann die spezifische Immunantwort erfolgt. Diese Immunreaktion wird durch die zweite Art von Abwehrzellen ermöglicht – die Keratinozyten.
Keratinozyten, die etwa 90 Prozent aller Zellen in der Oberhaut stellen, produzieren einen Wirkstoff, der dem Hormon Thymopoietin aus der Thymusdrüse entspricht. Es handelt sich um einen Stoff, der dafür sorgt, dass unausgebildete weiße heranreifen können, die für die Koordination der Immunabwehr zuständig sind. Die Keratinozyten bilden auf die verschiedenen Reize unter anderem Antworten in Form von Entzündungsmediatoren und Adhäsionsmolekülen, denen eine wichtige Funktion bei der Bindung von T-Lymphozyten zukommt.
Wichtig sind die Keratinozyten auch für die Dämpfung der Immunaktivität, nachdem die Fremdantigene erfolgreich vernichtet worden sind. Dies geschieht durch regulierend wirkende Mediatoren, die von den Keratinozyten freigesetzt werden.
Was scheint da nicht wichtiger, die Haut mit einer dermatologischen Kosmetik – frei von belastenden Stoffen - immer gut zu pflegen, die Hautbarriere im optimalen Zustand zu halten, sodass keine Fremdstoffe der Umwelt eindringen können. So wird das Immunsystem der Haut nicht ständig geschwächt.
Eine dermatologische Kosmetik ist also kein Luxus sondern eine Gesundheitsvorsorge.
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Fachpraxis für dauerhafte Haarentfernung >> Kutanes Immunsystem
11.05.2012
