Autogenes Training
Autogenes Training
Stress – die meisten leiden darunter und beklagen sich darüber. Stress ist zu einer Volksplage geworden mit teils gravierenden Auswirkungen auf Wohlbefinden und Gesundheit der Menschen in den modernen Zivilisationen. Zur Reduktion von Stressfolgen, zur effektiven Regeneration eignet sich besonders der regelmäßige Einsatz von Entspannungsverfahren. Das hierzulande Bekannteste ist Autogenes Training.
Das AUTOGENE TRAINING wurde von Prof. I.H. Schultz (1884 – 1970) entwickelt. Schultz war ein Nervenarzt in Berlin, der in der Zeit von 1908 an als junger Assistenzarzt in Breslau viel mit Hypnose experimentierte. Er lernte die positiven Einwirkungsmöglichkeiten dieser Methode bei funktionellen Störungen kennen. Seine ersten Anschauungen zum AUTOGENEN TRAINING gehen bis in diese Zeit zurück. Er konnte zeigen, dass das unter Hypnose auftretende Körpergefühl auch selbst (autogen) hervorgerufen werden kann. Wichtige Faktoren hierfür sind inneres Sprechen von Übungsformeln, autosuggestive Vorstellungen, Konzentration auf den jeweiligen Übungsbereich und dies bei einer insgesamt entspannten Körperhaltung im Sitzen oder im Liegen.
Erste Arbeiten zu dieser Methode veröffentlichte Schultz 1920. 1926 wurde das Verfahren erstmalig unter dem Namen „autogene Organübungen“ veröffentlicht.
Um das Verfahren zu erlernen und zu automatisieren, ist vor allem zu Beginn regelmäßiges Üben nötig.
Die Unterstufe des AUTOGENEN TRAINING umfasst 6 Teilübungen:
- Schwereübung
- Wärmeübung
- Atmungsübung
- Herzübung
- Sonnengeflechtsübung
- Stirnübung
Die Teilübungen bauen aufeinander auf. Die Einübung eines vorangegangenen Übungsteils fördert das Erlernen des jeweils Nächsten.
Der Name AUTOGENES TRAINING soll ein selbstständig von der Person ausgehendes und durch die Person gestaltetes systematisches Üben (Training) kennzeichnen. Das „autogene Grundprinzip“ soll es dem Übenden ermöglichen, das Verfahren in seinem eigenen Rhythmus und mit seinen eigenen, individuellen Vorstellungen und Inhalten durchzuführen.
Die körperlichen Anzeichen der Entspannungsreaktion (Abnahme des Muskeltonus, Atmung und Puls ruhiger und gleichmäßiger) in Verbindung mit der Konzentration auf Training und Körper, also der inneren Sammlung führen zu einem tiefen Versenkungszustand. In diesem Zustand ist eine höchst effektive Regeneration von Körper und Seele möglich.
Autor: Dipl.-Psychologe Uwe Boving
http://www.entspanntinkoeln.de

