Arachidonsäure
Arachidonsäure, oder was ein Schinkenbrot
mit Anti Aging zu tun hat
Ein Schweinebraten oder ein Schinkenbrot gehören für viele zur guten Hausmannskost. Dass man seinem Organismus mit solcher Kost keinen Gefallen tut, sollte man allerdings wissen. Dies liegt nicht einmal am Fettgehalt dieser Speisen, sondern an der Art der Fette, genauer der enthaltenen Fettsäuren. Denn die in jedem tierischen Organismus gebildete und in Schweinefleisch und Schweineschmalz besonders reichlich enthaltene Arachidonsäure wird im Organismus zu entzündungsauslösenden Botenstoffen verstoffwechselt, hemmt die natürliche Immunabwehr und erhöht das Schmerzempfinden. Doch nicht nur über den Fleischverzehr nehmen wir Arachidonsäure auf, wir bilden sie auch selbst aus Omega-6-Fettsäuren, die vor allem in stark linolsäurehaltigen Pflanzenölen vorkommen. Zusätzlich verstärkt eine zuckerreiche Ernährung die Aufnahme der Arachidonsäure in den Zellen.
Je nach Zusammensetzung unserer Ernährung “füttern” wir unseren Organismus so Tag für Tag mit erheblichen Mengen der gefährlichen Fettsäure, die nachweislich am Ausbruch und Verlauf so unterschiedlicher Krankheiten wie Rheuma, Arteriosklerose und Neurodermitis beteiligt ist. Dass umgekehrt eine fleischarme Diät die Beschwerden vieler entzündlicher Erkrankungen lindern kann, ist bekannt. Arachidonsäure kommt nicht in Pflanzen vor. Nur in der Erdnuss ist sie zu finden.
Arachidonsäure Gehalt
- Schweineschmalz: ca. 1700 mg pro 100g
- Schweineleber: ca. 600 mg pro 100 g
- Eigelb: ca 250 mg pro 100g
- Thunfisch: ca. ca. 280 mg pro 100g
- Leberwurst: 230 mg pro 100g
- Pute und Hühnchenfleisch: ca. 170 mg pro 100g
- Rindfleisch: ca. 20 mg pro 100g
Doch auch Alterungsprozesse werden durch chronische Entzündungsvorgänge im Körper verursacht. So kann manchem, der unter vorzeitigen Fältchen und einem schwächer werdenden Bindegewebe leidet, mit einer Ernährungsumstellung geholfen werden. Denn zum Glück können wir der Arachidonsäure mit den richtigen Lebensmitteln eine wirkungsvolle Widersacherin entgegensetzen. Auch hier handelt es sich um eine Fettsäure, genauer, um die vor allem in Fisch und einigen pflanzlichen Ölen enthaltene Omega-3 Fettsäure.
Das Prinzip ist einfach: Entzündungsprozesse werden im Organismus durch Entzündungsvermittler, die sogenannten Eikosanoide unterhalten. Diese Substanzen werden wiederum aus Arachidonsäure gebildet. Umgekehrt gibt es entzündungshemmende Substanzen, die Eikosapentaensäuren, kurz EPA. Da Arachidonsäure und EPA chemisch gesehen strukturell ähnlich sind, binden sie auch dieselben Rezeptoren in den Zellen und konkurrieren gewissermaßen um dieselben Enzyme. Nimmt der Organismus genügend EPA auf, blockiert dieses also die Arachidonsäure und hemmt damit die Entzündungsprozesse.
Fisch statt Fleisch lautet also die Devise, und mehr Omega-3 Fettsäuren statt Omega-6.

